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1,1-DimethylhydrazinDiese Seite per E-Mail an Freunde versendenDruckerfreundliches FormatDiese Seite zu den Favoriten hinzufügenShop mit Artikeln passend zu 1,1-DimethylhydrazinText vergrößernText verkleinern

Strukturformel
Allgemeines
Name 1,1-Dimethylhydrazin
Andere Namen UDMH, Unsymmetrisches Dimethylhydrazin
Summenformel C2N2H8
CAS-Nummer 57-14-7
Kurzbeschreibung -
Eigenschaften
Molmasse 60,10 g/mol
Aggregatzustand flüssig
Dichte 0,7914 g/cm³
Schmelzpunkt -58 °C
Siedepunkt 63,9 °C
Dampfdruck 16 hPa (20 °C)
Löslichkeit -
dynamische Viskosität 0,56 * 10-3 Pa * s (20 °C)
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
T
Giftig
F
Leichtentzündlich
R- und S-Sätze

R: -
S: -

MAK -
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.

Geschichte

1,1-Dimethylhydrazin wird seit den 1950ern aufgrund seiner Lagerfähigkeit zusammen mit Distickstofftetroxid als Raketentreibstoff verwendet.

Vorkommen und Verhalten in der Umwelt

Es sind keine natürlichen Quellen von 1,1-Dimethylhydrazin bekannt. Aufgrund seines niedrigen Dampfdrucks und seiner hohen Reakativität (insbesondere gegenüber Ozon) ist eine weiträumige Verteilung bei Eintrag in die Umwelt nicht zu erwarten, und es erfolgt ein schneller Abbau.

Gewinnung/Darstellung

1,1-Dimethylhydrazin kann aus einer katalysierten Reaktion zwischen Dimethylamin und Ammoniak hergestellt werden. In Deutschland wird es nicht mehr hergestellt.

Eigenschaften

Physikalisch/Chemische Eigenschaften

Farblose, fischartig riechende Flüssigkeit, die an der Luft raucht. Die Dämpfe von 1,1-Dimethylhydrazin können die Haut und die Schleimhäute (Augen, Atemwege) reizen bzw. bei starker Belastung verätzen.

Verwendung

  • Zur Herstellung von Farbstoffen, Arzneimitteln und Chemiefasern.
  • Als Gasabsorptionsmittel für Kohlendioxid und Schwefeldioxid.
  • Als brennbare Komponente (Heptyl, russ.) von flüssigen Raketentreibstoffen in Kombination mit Distickstofftetroxid (Amyl, russ.) oder RFNA (AK-27I oder Mélange, russ.) als Oxidationsmittel. Im 1.Golfkrieg eingesetzte sowjetische Scud-Raketen enthielten je 1000 kg UDMH und 3500 kg RFNA. Infolge zahlreicher Raketenstarts über dem Festland sind ca. 2% des russischen Gebiets mit UDMH verseucht, was zu zahlreichen schweren Erkrankungen in der Bevölkerung geführt hat.

Physiologie

1,1-Dimethylhydrazin wird leicht über die Haut aufgenommen und hat sich im Tierversuch als eindeutig krebserzeugend erwiesen.

Wiki-/Weblinks

Siehe auch:


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