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1. April 2000Diese Seite per E-Mail an Freunde versendenDruckerfreundliches FormatDiese Seite zu den Favoriten hinzufügenShop mit Artikeln passend zu 1. April 2000Text vergrößernText verkleinern

1. April 2000 ist ein Science-Fiction-Film von Regisseur Wolfgang Liebeneiner, der im Jahr 1952 im Auftrag und durch Finanzierung der österreichischen Bundesregierung hergestellt wurde. Dem Regisseur Wolfgang Liebeneiner stand bei diesem zu Recht häufig als „Staatsfilm“ bezeichneten Werk ein Starensemble zur Verfügung: Hilde Krahl, Josef Meinrad, Curd Jürgens, Hans Moser, Paul Hörbiger, Helmut Qualtinger. Autoren des Drehbuchs waren Ernst Marboe und Rudolf Brunngraber.

Es handelt sich um einen Science-Fiction-Film, der einerseits dazu dienen sollte, nach dem Anschluss des faschistischen Österreich an das faschistische Deutschland im Jahre 1938 ein spezifisches „österreichisches Bewusstsein“ oder einen österreichischen Nationalismus zu schaffen, der sich von Deutschland und damit auch vom Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust abgrenzte. Gleichzeitig sollte damit auch ein starkes Signal an die Alliierten gegeben werden, Österreich endlich einen Staatsvertrag zu geben, der dem Land seine Souveränität zurückgab. Dies geschah schließlich auch im Jahre 1955 mit dem Staatsvertrag von Wien.

Handlung

Die Handlung ist schnell erzählt: Nach unzähligen, ergebnislosen Verhandlungen der Alliierten, fordert der österreichische Ministerpräsident seine Landsleute auf, ihre alliierten, viersprachigen Personalausweise zu zerreißen, um ein Signal der Unabhängigkeit zu setzen. Österreich wird daraufhin von den Alliierten vor dem Weltgericht des Bruchs des Weltfriedens angeklagt. Die implizite Botschaft ist eindeutig: So wie Österreich bereits zwei Mal in seinen Augen unschuldigerweise des Bruchs des Weltfriedens bezichtigt wurde (nämlich 1914 und 1939), so passiert dies nun, im fiktiven Jahr 2000, wieder. Das Weltgericht schwebt nun mit seiner Rakete in Wien ein und landet vor dem Schloss Schönbrunn. Österreich muss nun beweisen, dass es ein derartig liebenswürdiges Volk ist, dass es niemals den Weltfrieden brechen könnte. Daraufhin wird von Mozart über Prinz Eugen, Kaiserin Maria Theresia, dem Wiener Wein, dem Wiener Walzer, den Bergen, Musikkapellen etc. alles aus der Mottenkiste hervorgezerrt, was Österreich angeblich liebenswert macht. Am Ende findet man noch den Staatsvertrag aus dem Jahr 1953 und spricht Österreich frei.

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